Künstler
Es gibt ein anderes Amerika mit anderen Werten, als diejenigen, die auf den politischen Bühnen in diesen Tagen dominieren. Ein gutes Beispiel dafür ist der Jazz – eine der wenigen originär US-amerikanischen Kunstformen –, der Modelle für gleichberechtigte und pointierte Kommunikation entworfen hat. Wer Jazz macht, hört zunächst einmal den anderen zu und trägt sein Bestes zum Ganzen bei: sensibles Reagieren statt autoritär-egozentrisches Auftrumpfen, eine eigene Stimme zur gemeinsamen Musik finden, statt dumpfe Ignoranz, Respekt statt Deals. Doch auch die Songs des Jazz verkörpern diese Haltung. Sie sind geistreich kultiviert, weltgewandt, liebenswürdig unbekümmert. Auch wenn sie von großem Glück oder großem Pech singen, wahren sie dabei die Gelassenheit. Das Festival möchte zwei Bands aus der Öresundregion vorstellen, die mit ihrem swingenden Mainstream Jazz und höchst unterhaltsamen Auftritten diese Qualitäten aus historischem und biografischem Blickwinkel illustrieren.