Literaturwissenschaftliches Symposion: "(Gem-)Einsam Essen/Hungern in den skandinavischen Literaturen"
Eintritt
Wir essen nicht nur, um zu überleben; über das Essen verhandeln wir auch kulturelle Zugehörigkeiten, Individualität und Gemeinschaft. Anders formuliert: Wir sind, was wir essen. Daher spielt das (Nicht-)Essen auch in der skandinavischen Literatur eine wichtige Rolle. Sei es Michels Suppenschüssel, die asketische Nahrungsverweigerung in Knut Hamsuns Hunger oder das große Gelage in Karen Blixens Babettes Fest.
Zusammen mit Wissenschaftlerinnen aus dem In- und Ausland fragen wir nach Funktionen des Essens in den Literaturen der nordeuropäischen Länder. Wir wollen untersuchen, was mit dem und über das Essen erzählt werden kann, und warum wir auch Texte verschlingen können.
Programm:
10:00 Begrüßung
10:15 Mia Österlund (Åbo Akademi): Size, Scale and Style. Reading Fat in Contemporary Nordic Picturebooks.
11:00 Merle Heiduzcek (Universität Bremen): Gemeinsam hungern, einsam essen. Gemeinschaft und soziale Distanz in Han Kangs Die Vegetarierin und Karolina Ramqvists Brot und Milch.
11:30: Sophie Wennerscheid (Universität Kopenhagen): „Lieber gemeinsam Haferbrei essen als Schweinekotelett allein.“ Essen als gelebte Gemeinschaft in Film und Literatur Skandinaviens.
12:15 Mittag
13:45 Stefanie von Schnurbein (HU Berlin): Küchengespräch: Kochen und Hungern bei Karen Blixen und August Strindberg (Im Gespräch mit Clemens Räthel).
14:30: Hanna Rinderle (HU Berlin): Koloniale Küche. Kulinarische Praktiken als kulturelle Positionierungen in Karen Blixens Den afrikanske Farm.
15:15: Abschluss
16:00 Tagungsende
Organisation: Clemens Räthel (Universität Greifswald), Marie-Luis Quinn Westfeld (Universität Greifswald)
Foto: