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Zukunft(en) des Nordatlantiks – Die Arktisregion im Fokus
Podiumsdiskussion
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Zukunft(en) des Nordatlantiks – Die Arktisregion im Fokus

Mittwoch, 13. Mai 2026
14:00 Uhr

Eintritt

NormalEintritt frei
Über die Veranstaltung

Die Arktisregion des Nordatlantiks hat in jüngster Zeit sowohl in sicherheitspolitischer als auch in wirtschaftlicher Hinsicht zunehmend an Bedeutung gewonnen. Dafür gibt es verschiedene miteinander verknüpfte Gründe, die von der Unvorhersehbarkeit der amerikanischen Außenpolitik bis hin zu den bereits erkennbaren und absehbaren Folgen des Klimawandels reichen, die den Zugang zur Region und damit auch ihre strategische Bedeutung verändern.

Im Mittelpunkt der Podiumsdiskussion stehen Grönland, Island und die Färöer-Inseln. Wie haben sich die Diskurse innerhalb dieser Gesellschaften verändert? Vor welchen Herausforderungen stehen die drei Länder hinsichtlich ihres kulturellen und politischen Selbstverständnisses? Während Fragen zur künftigen Gestalt des dänischen Königreichs in Grönland und auf den Färöern hochaktuell geworden sind, diskutiert Island über das für 2027 erwartete Referendum, bei dem es um die Wiederaufnahme der EU-Beitrittsverhandlungen gehen wird.

Das Panel wird durch drei kurze Keynote-Vorträge zu den verschiedenen regionalen Perspektiven eingeleitet. Im Anschluss an das Podiumsgespräch hat auch das Publikum die Möglichkeit, Fragen zu stellen.

Am Panel sind beteiligt:

Dr. Tobias Etzold ist Politikwissenschaftler mit den Schwerpunkten Internationale Beziehungen und Europastudien und hat sich auf nordeuropäische Politik spezialisiert. Er lebt in Oslo und arbeitet derzeit als freiberuflicher Senior Researcher. Zu seinen früheren beruflichen Stationen zählen das Deutsche Institut für Auswärtige Politik (SWP) in Berlin, die Norwegische Universität für Technik und Naturwissenschaften (NTNU) in Trondheim und das Norwegische Institut für Internationale Angelegenheiten (NUPI) in Oslo. Etzold befasst sich hauptsächlich mit der Außen-, Sicherheits- und Europapolitik der nordischen Länder, den nordisch-deutschen Beziehungen sowie der Zusammenarbeit und Sicherheit im Ostseeraum und in der Arktis.

Theresa Kohlbeck Jakobsen hat einen Hintergrund in Skandinavistik sowie Europäischer Ethnologie und promoviert derzeit. Die interdisziplinäre Dissertation analysiert die Wechselbeziehung zwischen Familie und Fischerei in färöischen Romanen aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und untersucht deren Bedeutung im Diskurs über die Identitätsbildung der Färöer. Kohlbeck Jakobsen interessiert sich unter anderem für die (Meeres-)Politik der Nordatlantikregion sowie für kunstbasierte Wissenschaftskommunikation. Außerdem übersetzt Kohlbeck Jakobsen beruflich vom Färöischen ins Deutsche.

Ebbe Volquardsen ist Kultur- und Politikwissenschaftler und arbeitet im Bereich politische Bildung an einem Erwachsenenbildungszentrum in der Nähe von Frankfurt am Main. Bis 2025 war er außerordentlicher Professor für Kulturgeschichte an der Ilisimatusarfik, der Universität Grönlands in Nuuk. Seine Forschungsschwerpunkte sind die skandinavische und globale Kolonialgeschichte, die dänisch-grönländischen Beziehungen, Erinnerungskulturen und -politik sowie postkoloniale Verflechtungen.

Moderation: Charlotte Steinert (International Research Training Group Baltic Peripeties).

Das Podiumsgespräch findet auf Englisch statt. Veranstaltet vom Nordischer Klang und der IRTG Baltic Peripeties.

Foto von Tórshavn: Aline Dassel via Pixabay

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