August Strindberg Symposion
Künstler, Medium und Moderne

Dienstag, 4.5.,
bis Mittwoch, 5.5.

Nordisches Institut
der Universität
Hans-Fallada-Str. 20
Tel. (0)3834/863600

Das Symposion wird sich im 150. Geburtsjahr des genialen Schweden mit Aspekten des immer noch provozierenden und in allen Richtungen grenzüberschreitenden Klassikers der Moderne und weltweiten Inspirators des modernen Theaters befassen, die erst im Horizont der Postmoderne als Forschungsgegenstände sichtbar werden. Es geht um Fragestellungen, die nur interdisziplinär angegangen werden können. Philosophie, Kulturgeschichte, Naturwissenschaften, Medien- und Technikgeschichte müssen hier mit der Literaturwissenschaft ins Gespräch kommen.
Strindberg entpuppt sich in all den Bereichen, in die er sich "einmischte" (Malerei, Musik, Kulturgeschichte, Chemie, Politik, etc.) als Vorläufer und Anreger, den man nicht zuletzt nach seinen Konzepten beurteilen muß. Darin weist er voraus auf eine veränderte Auffassung vom Künstler, wie sie sich im 20. Jahrhundert ausbildet, vergleichbar etwa Marcel Duchamp, André Breton oder Joseph Beuys. Es sind oftmals weniger die Ergebnisse, die in erster Linie interessieren, als vielmehr der Weg dorthin, oder anders gesagt: das Prozessuale.
Die Forderungen, die der Biochemiker Friedrich Cramer 1987 an die Kategorie des Ästhetischen gestellt hat - daß sie und die für sie zuständigen Wissenschaften Meta-Wissenschaften sein müßten - scheint uns gerade Strindberg gegenüber höchst aktuell.

 

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