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Die deutsche Minderheit in Süddänemark

Bereits im 19. Jahrhundert war das Herzogtum Schleswig der Zankapfel zwischen Deutschland und Dänemark, jedes Land berief sich auf historische Rechte und beanspruchte Schleswig für sich. Nach dem Ersten Weltkrieg kam es zu einer Volksabstimmung, nach der Schleswig geteilt wurde; Nordschleswig wurde von Preußen an Dänemark abgetreten, Südschleswig blieb in Deutschland. Als Konsequenz gab es eine dänische Minderheit in Deutschland und eine deutsche Minderheit in Dänemark. Erst mit den Bonn-Kopenhagener Erklärungen von 1955, in denen die Minderheiten auf beiden Seiten der Grenze als gleichberechtigte Bürger im Herbergsstaat gelten, kam langsam Ruhe in die Region. Oder nicht? Wie es den deutschgesonnenen Bewohnern nördlich der deutsch-dänischen Grenze heute geht, wie sie ihre Nationalität definieren, welche Probleme und Konflikte es gibt, davon wird Siegfried Matlok in seinem Vortrag berichten.

Siegfried Matlok wurde 1945 in Flensburg in einer deutschen Familie geboren, genoss eine dänische Schulausbildung und wurde Journalist. 1973 wurde er Redakteur bei der deutschen Tageszeitung in Dänemark „Der Nordschleswiger“, seit 1979 ist er Chefredakteur. Für sein Engagement für die deutsche Minderheit in Dänemark wurden ihm zahlreiche Auszeichnungen verliehen wie beispielsweise der Sprachpreis der deutschen Auslandspresse (1996) und der dänische Publizistenpreis (2008).

Auch als Redner hat sich Matlok einen Namen gemacht. So sagte Sidse Ewald (die Vorsitzende des „Danske Publicistclub“) bei der Preisverleihung, Matlok nehme „die Leute mit Energie, Charme und Enthusiasmus ein.“

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