TresenLesen
Faszination Großstadt. Von Anbeginn ist sie Anziehungspunkt und Inspirationsquelle für eine Vielzahl von Schriftstellern, angefangen bei E.T.A. Hoffmann bis hin zu Paul Auster. Im 20. Jahrhundert wird sie schließlich zum Lebensgefühl einer ganzen Epoche: Die Großstadt ist DIE Existenzform der Moderne.
Das Lebensgefühl der Großstadt ist jedoch keineswegs durchweg positiv. So schreibt Rainer Maria Rilke 1903: „Die großen Städte sind Verlorene und Aufgelöste; […] und ist kein Trost, dass er sie tröste und ihre kleine Zeit verrinnt“. Spätestens mit ihrem Anwachsen zur Metropole ist die Großstadt nicht mehr nur Ideal, sondern auch Schreckensbild: Ein Moloch, der den Einzelnen seiner Individualität beraubt, ihn entwurzelt und in der anonymen Masse auflöst. Ihre Faszination verliert sie dennoch nicht.
Beim TresenLesen im Café Koeppen laden sowohl bekanntere als auch weniger bekannte Großstadttexte von Rilke bis Sonnergaard zu einer Reise von Oslo, Berlin und Paris bis hin nach New York ein.
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