Sofia Jannok
Die endlose Weite der verschneiten Tundra, das flüsternde Abendlied des Westwinds unter dem Polarhimmel und die heiße Glut des Lagerfeuers: Die Welt der arktischen Rentiernomaden in enger Verbundenheit mit der Natur liefert der jungen Sängerin Sofia Jannok den Stoff für ihre Lieder. „Bei uns ist der Himmel die Hälfte des Jahres dunkel. Da ist die Musik ein wärmender Trost auf hellere Zeiten“, erzählt die 1982 in der Kleinstadt Gällivare (70 km nördlich des Polarkreises) geborene Künstlerin. Aber sie ist bei weitem keine Traditionalistin und liebt genauso das urbane Leben.
Ihre samischen Songtexte verbindet sie mit eingängigen Melodien, aus denen die Raffinesse der schwedischen Popmusik ebenso schimmert wie Folk-Weisen und Jazztupfer. Um ihre Gefühle am besten auszudrücken, kommt Sofias kristallklare Stimme dabei immer wieder auf den Joikgesang der Samen zurück. So eine unmittelbar ins Ohr gehende Musik hat es bisher nicht in der samischen Klangwelt gegeben – die Glut, die aus der Kälte kommt! Man muss schon auf Weltmusikstar Mari Boine verweisen, wenn man etwas ähnlich Eigenständiges sucht.
Bei ihrem Deutschland-Debut im Rahmen des Nordischen Klangs wird Sofia Jannok in der „Feuer- und Eisnacht“ ihr brandneues, zweites Album „Ássogáttis/By the embers“ vorstellen, eine üppig produzierte CD vom Hochqualitäts-Label Caprice. Begleitet wird sie von Peter Tikkanen am Klavier, Tobias Helén am Bass und Andreas Ekstedt am Schlagzeug, mit denen sie seit einem Auftritt auf dem großen Wintermarkt von Jokkmokk 2006 zusammenspielt. „Die Drei bringen für meine Songs genau das richtige Feeling und Talent mit. Genau so soll meine Musik klingen!“
http://www.myspace.com/sofiajannok
http://www.sofiajannok.com/
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