Die Kunst des negativen Denkens
„Die Kunst des negativen Denkens“ ist eine Revolte gegen den „Think-Postive-Zeitgeist“ – eine rabenschwarze, herrlich sarkastische Komödie aus Norwegen. Gruppentherapeutin Tori versucht mit unverbesserlichem Eifer und Psychophrasen aus Selbsthilfeliteratur eine kleine Behindertengruppe zum positiven Denken anzuregen. Negatives ist verpönt und darf nur in ein eigens dafür angefertigtes Kotzbeutelchen gesprochen werden. Um ihre Ehe zu retten, meldet Invild ihren querschnittsgelähmten Mann Geirr für die Gruppe an, der sich seit seinem Unfall einer gepflegten Depression hingibt. Mit einer von Grund auf negativen Einstellung entpuppt sich Geirr bald als Albtraum aller Therapeuten. Auf die Frage, was er denn kürzlich Schönes erlebt habe, antwortet er: „Nun, ich war in letzter Zeit gelähmt und impotent, ich habe also nicht so viel Schönes erlebt.“ Mit seiner direkten Art drängt er sich immer mehr in den Vordergrund und avanciert allmählich zum Gruppenführer. Tori fühlt sich dem nicht gewachsen und flüchtet aus Geirrs Haus, in dem das Treffen stattfindet – die Therapieteilnehmer sitzen fest: Die vom Hals ab gelähmte Marte mit ihrem Mann, der ihren Kletterunfall zu verschulden hat, der Schlaganfallpatient Asbjörn und die psychisch kranke Lillemor. In ihrer gemeinsamen Nacht beginnen sie allmählich Geirrs Verhalten als Ausdruck für seine gerechte Wut über das Schicksal zu verstehen, und es bahnt sich ein überraschender Verlauf an. Ein lustig-skurriler Streifen!
Eine Veranstaltung des Theaters Vorpommern in Kooperation mit dem Filmclub Casablanca.
http://www.diekunstdesnegativendenkens.de/
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