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Yrsa Siguršardóttir

Yrsa Siguršardóttir ist unter den isländischen Schriftstellern eine Ausnahme: Nach fünf Kinderbüchern wechselte sie das Genre und begann sehr erfolgreich Kriminalromane zu schreiben, die sie zur Bestseller-Autorin machten. Ihre Bücher sind mittlerweile in 30 Sprachen übersetzt. Doch ihr eigentlicher Arbeitsplatz ist nicht etwa der Schreibtisch sondern die Baustelle, sie ist nämlich leitende Ingenieurin bei Islands größtem Bauwerk, dem Kárahnjúkar-Damm im Osten der Insel, der gleichzeitig auch Europas größter Staudamm wird. Und dort entstanden in Yrsas Wohncontainer auch ihre drei Kriminalromane mit der Krimiheldin Dóra, einer Rechtsanwältin aus Reykjavík, die geschickt mysteriösen und rätselhaften Morden nachspürt. Die ersten beiden Bände liegen bereits in deutscher Übersetzung vor, so wartet man gespannt nach "Das letzte Ritual" (2006) und "Das gefrorene Licht" (2007) auf den dritten, in Island bereits erschienenen Band "Aska". In der Zwischenzeit schreibt Yrsa schon am vierten Fall mit der cleveren Rechtsanwältin. Ein besonderes Merkmal dieser Romane ist, dass sie bisher alle einen Bezug zu Deutschland haben, so hat Dóra einen deutschen Freund, das Mordopfer im ersten Buch stammt aus München und im zweiten Buch spielen alte Nazi-Fahnen eine Rolle. Trotz der Krimierfolge möchte die Isländerin auch bald wieder Kinderbücher schreiben.


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