Kari Bremnes
Eine Schublade gibt es für sie nicht: Kari Bremnes will
etwas sagen, was bisher niemand gesagt hat, sie liebt Veränderung und
Vielseitigkeit. Ihre Freude und Lebenslust spiegeln sich in ihren
Liedern wieder, ebenso ihr Hang zur Melancholie. Sie ist ein bißchen
von allem; nicht nur Jazz, nicht nur Folk und nicht nur
Singer/Songwriter. Sie ist laut und leise, zeitlos, mystisch und
feinfühlig. Ihre
Musik paßt, so sagt sie selbst, zu dem weiten Himmel, der sie in ihrem
Heimatland Norwegen immer wieder inspiriert.
Die Liste der Musiker, mit denen sie gearbeitet hat,
beeindruckt: Nils Petter Molvær, Ketil Bjørnstad und Arve Henriksen
sind nur einige. Aufgewachsen in Svolvær auf den Lofoten, zog sie mit
20 in ihre Wahlheimat Oslo. Der Einfluß dieser Gegensätze läßt sich
nicht verleugnen, bietet der ehemaligen Journalistin viele
Möglichkeiten zum Beobachten und Schreiben. Ihre Texte schreibt sie
schon seit 20 Jahren selbst. Es ist ihr wichtig, von den Zuhörern
verstanden zu werden, sie kommuniziert durch ihre Musik, gab schon
einige Alben auf Englisch heraus. Einen gewissen Bezug zur Realität
haben ihre Texte schon; die Menschen ihrer Geschichten erschafft sie
jedoch selbst. Sie läßt gerne Lücken, vertraut dem Zuhörer, muß nicht
alles erklären, bietet Raum für Identifikation und Interpretation.
Die Frau mit der wunderschönen Stimme ist eine Poetin,
die sich Zeit nimmt und Nähe herstellen möchte. Ihre Kunst ist fesselnd
und geheimnisvoll, oder wie Kari Bremnes selber sagt: ”vielleicht wie
Fotos, auf denen man stets bestimmte Elemente erkennt und andere nicht
auf Anhieb entschlüsseln kann.“
Die norwegische Presse ist sich einig: Sie ist die
größte Künstlerin internationalen Formats, die Norwegen zur Zeit
vorzuzeigen hat.
www.karibremnes.no
