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Aida Nadeem

Die in Bagdad geborene Aida Nadeem entdeckte schon früh ihre Begeisterung für die Kunst. Sie besuchte die Akademie für Musik und Ballett in Bagdad. Dort lernte sie zunächst Fagott spielen und wurde stark von europäischen Komponisten wie Karlheinz Stockhausen beeinflußt. Sie war Mitglied im irakischen Symphonieorchester. Dann kam die Flucht aus dem Irak zur Zeit des zweiten Golfkrieges. Ihr politischer Standpunkt in Verbindung mit ihrer folkloristisch orientierten arabischen Musik, die auch nordirakische turkmenische Einflüsse aufnahm, widersprach der staatlichen Ideologie. 1991 in Dänemark angekommen, begann sie an der königlichen Akademie für Musik in Kopenhagen zu studieren. Und startete auch ihre ersten Auftritte als Sängerin mit ihrer Band Arabian Underground. Sie erweiterte ihre folkloristische Musik durch Einbezug elektronischer Instrumente und Beats, zu Arabtronica eben, wie ihre zweite CD heißt. Mit ihrem letzten Werk „Out of Baghdad“ mahnt sie die brisanten Zustände im Irak an.

Dieses Jahr ist Aida Nadeem für den BBC 3 World Music Award nominiert. Ihre Musik wird als „dubbed ethnic-synthetic“ bezeichnet und kombiniert Elemente von Ambient, Trip Hop, Arabesque und Asian Underground. Dieser Sound lebt vor allem von den kraftvollen arabischen Rhytmen und dem höchst persönlichen Gesang, in dem Aida Nadeem ihre eigenen Texte mit nonverbalem Scat pfeffert. Sie fasziniert ihr Publikum durch eine großartige Bühnenshow aus Lyrik, Gesang und Solotanz. Wie es am Abschlußabend des Nordischen Klangs erwartet wird, fährt diese Musik dem Publikum garantiert in die Beine.



2007 © Marc Waschkau
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