Kristof Magnusson
„Zuhause“
Island einmal anders – humorvoll erzählt vom Halb-Isländer Kristof
Magnusson
Auf Weihnachten in Reykjavik hat sich Larus Ludvigson
dieses Jahr richtig gefreut. Er hat ja nichts gegen Weihnachten. Das
Problem ist, daß Weihnachten oft etwas gegen ihn hat. Es fängt damit
an, daß Larus laut isländischem Melderegister tot ist und deswegen
keine Videos ausleihen kann. Und endet damit, als Dagur sich in ihn
verliebt und kurz darauf mit seinem Defender in eine Raststätte rast.
Selbstmord? Larus hat damit nichts zu tun, kommt aber einem Geheimnis
auf die Spur und verwickelt sich in eine Familiengeschichte, die ihn
mit seiner isländischen Herkunft auf eine Weise konfrontiert, die er
sich nie hätte träumen lassen. Mit großer Leichtigkeit, subtilem Humor
und hinreißenden Dialogen erzählt Kristof Magnusson eine wilde
Geschichte aus dem Großstadtleben am Polarkreis. Fast eine
Familiensaga, spannend wie ein Krimi und nebenbei das Portrait einer
Generation, die ihr „Zuhause“ erst noch finden muß.
Kristof Magnusson wurde 1976 in Hamburg geboren. Er
machte eine Ausbildung zum Kirchenmusiker, arbeitete in der
Obdachlosenhilfe in New York, studierte am Deutschen Literaturinstitut
Leipzig und der Universität Reykjavik. Seine Komödien „Der totale Kick“
und „Männerhort“ wurden in Berlin, Dresden, Köln und Bonn mit Erfolg
aufgeführt. Er wurde mit dem Literaturförderpreis der Freien und
Hansestadt Hamburg ausgezeichnet und für seine Theaterstücke vom
Deutschen Literaturfonds gefördert. 2005 nahm er am Ingeborg Bachmann
Wettbewerb in Klagenfurt teil. 2006 erhielt er den Rauriser
Literaturpreis.
Kristof Magnusson lebt in Berlin. „Zuhause“ ist sein erster Roman, der
unlängst vom WDR „verhörspielt“ wurde.
www.kristofmagnusson.de
