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Elisa Järvi: Jenseits von Sibelius

Die Finnin Elisa Järvi studierte am Institut für Musik in Espoo, später an der Sibelius Akademie und auch an der Londoner Guildhall. Ausgebildet im Fach Klavier und Violine nahm sie an zahlreichen Meisterkursen bei anerkannten Klaviergrößen teil, ging 1998 als Gewinnerin des Klavierwettbewerbes “Rassegna Internazionale di Giovani Musicisti” in Italien hervor und war im Jahre 2002 Semifinalistin im Maj-Lind-Wettbewerb in Helsinki. Vielseitig ist sie auf jeden Fall: Die Pianistin kann Chopin und Rachmaninov, aber auch Strawinsky und Bach spielen.

In Greifswald widmet sie sich Werken ihrer finnischen Landsleute, wohl darauf bedacht, dem Publikum gerade nicht den Kanon-Anführer Sibelius zu präsentieren, sondern die Vielfalt der finnischen Klaviermusik durch Komponisten aufzuzeigen, die in unseren Breitengraden nicht ganz so bekannt sind.

Auf dem Programm zum Nordischen Klang steht die unter dem Einfluß von Beethovens Klaviermusik entstandene fis-moll-Sonate von Carl Ludvig Lithander, der u.a. in Holland und Dänemark und zuletzt als Musikdirektor und Organist in Greifswald wirkte. Desweiteren eine Fantasie von Fredrik Lithander, dem Bruder Carl Ludvigs, zwei Rondos, komponiert von dem "Lyriker mit den romantischen Gesten" Jyrki Linjama, sowie neoklassizistisch angehauchte Stücke des Autodidakten Jonas Kokkonen, dessen Vorbild Bela Bartòk war. Ihr eigenes kompositorisches Talent wird Elisa Järvi mit ihrem Stück "Après une lecture de Bartók" unter Beweis stellen.



2007 © Marc Waschkau
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