Leena Lehtolainen
In Leena Lehtolainens Krimis geht es um sexuelle
Gleichberechtigung, Umweltaktivismus, Gewalt in der Familie und
Rechtsextremismus. Sie schreibt Rätselkrimis der guten, alten Schule,
in denen sie die Polizistin und Juristin Maria Kallio als
Ich-Erzählerin die Fälle aus ihrer Sicht schildern lässt. Maria Kallio
ist aber nicht bloß eine außenstehende Ermittlerin: Die Täter kommen
meistens aus ihrem Umfeld. Maria hat in der Regel auch ein persönliches
Interesse am jeweiligen Mordfall. Generell spielen Frauen eine wichtige
Rolle in Leena Lehtolainens Romanen – als Ermittler, Täter und Opfer.
Oft handelt es sich um starke, aktive, emanzipierte Frauen, und nur
selten werden traditionelle Rollenklischees erfüllt. Ein weiteres
Merkmal ist ihre Affinität zur (Rock-)Musik, der sie in ihren Romanen
immer wieder eine mehr oder weniger bedeutende Rolle beimißt.
Leena Lehtolainen ist Literaturwissenschaftlerin,
Kritikerin und freie Schriftstellerin. Bereits 1976 erschien ihr
Erstlingswerk Ja äkkiä onkin toukokuu („Und plötzlich ist es Mai“).
Obwohl sie auch einige andere Romane und Geschichten schreibt, ist
Leena Lehtolainen hauptsächlich als Kriminalautorin bekannt und als
solche eine der erfolgreichsten in Finnland. Ihre Kriminalromane, von
denen seit 1993 fast jedes Jahr ein neuer erscheint, sind stets in den
Bestsellerlisten zu finden und werden mittlerweile verfilmt sowie als
TV-Serien und Theaterstücke aufgearbeitet. Ihre Romane erfreuen sich
auch in anderen Ländern großer Beliebtheit, bisher wurden sie in elf
Sprachen übersetzt. In Deutschland ist vor kurzem ihr zehnter
Kriminalroman erschienen.
www.leena-lehtolainen.de
