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Sara Lewis Sørensen Trio

Irgendwo von ganz weit da draußen, wo kein Stilgrenzen-Ranger mehr Patroullien fährt, – und wem sollte das ganze Gezetere auch nützen?– dort ganz weit draußen, wo die Düsternis des Rock und die Morgenröte des Jazz nicht mehr wissen, daß ihre Stiefeltern bis aufs Blut verzankt sind, irgendwo von dort kommt Sara Lewis Sørensen her mit ihrem Gesang und ihrer Gitarre, und wie gut, daß es eine mutige Musikerin wie sie gibt!

Die ruhige Klarheit in ihrer Stimme, mit der sie von der Flüchtigkeit und Zerbrechlichkeit der Liebe erzählt, hat etwas von der frühen Joni Mitchell. Zu ihrem Singing/Songwriting stehen ihre spröden Saitenimprovisationen im spannenden Kontrast; das suchende, kürzelhafte Vortasten, das sich zum Distortion-Klang verdichtet. „Ich habe großen Respekt vor anderen Gitarristen, aber um zu vermeiden, daß ich sie allzu sehr kopiere, habe ich versucht, ihnen nicht zuzuhören. Stattdessen habe ich auf andere Künstler geachtet, von deren Sound ich fasziniert bin, beispielsweise auf Miles Davis und Lou Reed.“, sagt die am Rhythmischen Konservatorium in Kopenhagen ausgebildete Musikerin.

U.a. Geri Allen, Tim Berne, Paul Bley, Jeff Ballard, Ben Monder und Tony Scherr zählen zu ihren Lehrern. Mit ihrem zweiten Projekt, der Rockband Viva Vertigo, hat sie kürzlich den Soundtrack zum Film „Nordkraft“ (der dänischen Antwort auf die Drogengroteske „Trainspotting“) geliefert. Ihn ihrem Trio, das 2006 mit dem instrumental ausgerichtetetn Album „As I“ debütierte, sorgen Anders Wallin am Kontrabaß und Peter Bruun an den Drums für ein sehr dichtes Zusammenspiel zwischen Intimität und Extrovertiertheit. Greifswald wird die Deutschlandpremiere sein, darauf geht es zum zweiten Mal nach London.

www.saralewissorensen.com
www.myspace.com/saralewissorensen

2007 © Marc Waschkau
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