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Ola Kvernberg Trio

„Wie hip Violin-Jazz heutzutage klingen kann, beweist der Norweger Ola Kvernberg mit seinem Trio und einer Mixtur aus Bebop, Folkmusic-Fiddling und modalem Jazz. Mal spielt er introvertiert und leise, mal groovt er wie im New Yorker Jazzkeller 1968 oder entlockt seiner Violine cineastische Themen zwischen großstädtischen Straßenschluchten und großer weiter Prärie. Ein ungewöhnlicher, packender Jazz-Sound.“

Gepackt hat die Musik ganz kräftig den Werbetexter der Deutschland-Vertriebsfirma Universal Music, der hier das aktuelle Album des Ola Kvernberg Trios vorstellt. Das Album heißt „Night Driver“, wurde von Oslos Nu Jazz-Superbrain Bugge Wesseltoft produziert und auf seinem Label Jazzland im letzten Herbst veröffentlicht. Und wurde ein sensationeller Erfolg: Die gesamte norwegische Kritikerbranche verneigte sich in Ehrfurcht. „Ohne Zweifel eine der spannendsten Bands überhaupt“ (VG), „knallstarkes Triodebüt“ (Aftenposten), „die Welt hat ähnliches wohl kaum bisher gehört“ (Dagbladet), schrieben einige der größten Zeitungen.

Groß war auch die Überraschung über Ola Kvernbergs musikalische Entwicklung, seit er im Winter 2000 mit den Gypsy-Swingern vom Hot Club de Norvège seinen Durchbruch feierte. Aber von dieser Stilistik hört man heute in seinem emanzipierten Spiel kaum noch etwas heraus. Längst hat er die Nachfolge von Geigensound-Innovatoren wie Jean-Luc Ponty, Zbigniew Seifert oder Didier Lockwood angetreten. Kaum nötig zu erwähnen, daß er auch mit Formationen in Kammermusik, Bluegrass und norwegischer Folklore auftritt. Steinar Raknes am Baß und Erik Nylander an den Drums, beide aus Trondheim, bilden die beiden anderen pulsierenden Kraftzentren dieses famosen Trios.



2007 © Marc Waschkau
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