Schätze der Universitätsbibliothek aus Skandinavien


Freitag 7.5.
15:00 Uhr
Universitätsbibliothek

Die Universitätsbibliothek zeigt einen kleinen Ausschnitt ihres vielfältigen Bestandes an Schätzen aus Skandinavien.
Schon früh bestanden enge Bindungen zu Nordeuropa. Nicht wenige Hochschullehrer und Studenten aus Skandinavien wirkten an der Universität. Unter ihnen war der Philosoph und Dichter Thomas Thorild der bekannteste Schwede in Diensten der Bibliothek. Sein frühes Gedicht „Passionerna" gehört zu den Exponaten.
Bei Ankäufen ganzer Bibliotheken sind auch skandinavische Drucke in den Besitz der Bibliothek gelangt. Eine der ältesten Grammatiken der estnischen Sprache, Heinrich Gösekens „Manuductio ad linguam Oesthonicam", stammt aus der 1749 angekauften Bibliothek des Rektors der Wolgaster Stadtschule, Johannes Bötticher.
Während der Schwedenzeit in Vorpommern wurde der Bibliothek 1775 das schwedische Pflichtexemplargesetz zuerkannt, und damit kamen weitere Drucke in ihren Besitz. Die Vielfalt des Bestandes spiegelt sich auch in der Ausstellung wider.
Zu den Exponaten gehören eine finnische Bibel aus dem Jahre 1776, das Geschichtswerk „Gesta Danorum" des Saxo Grammaticus und „Komedier" von Ludvig Holberg.
Die naturwissenschaftlichen Schriften sind mit Werken über das schwedische Münzwesen, einem kleinen Arithmetik-Büchlein von Aegidius Aurelius und Werken aus der Botanik präsent. Zu letzteren gehört Carl von Linnés „Hortus Upsaliensis". Diesen Katalog der im Botanischen Garten vorhandenen Pflanzen hatte Linné als Lehrbuch für seine Studenten zusammengestellt.
Das Unterweisungsbuch für Kinder „De civilitate morum puerilium" von Erasmus von Rotterdam, das Parallelausgaben in lateinischer, schwedischer, deutscher und finnischer Sprache enthält, ist ein Beispiel für Übersetzungen in nordeuropäische Sprachen.

Die Ausstellung ist vom 4.-14.5. zu sehen.



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