| Die reichhaltige Musikwelt Estlands | |||
![]() Dienstag 11.5. 14:00 Uhr Nordisches Institut |
Das „singende Volk" der Esten ist seit Anfang des Monats vollwertiges Mitglied der Europäischen Union. Der Bildung und Kultur brachten sie zu allen Zeiten eine hohe Wertschätzung entgegen. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts verabschiedete Estland als erstes eruopäisches Land das Gesetz über die Kulturauton0mie, das den im Land lebenden Bevölkerungsgruppen das Recht zusprach, ihre eigene Nationalkultur zu bewahren und weiterzuentwickeln. Die estnische Musik prägte die Kultur des Landes durch dessen Geschichte hindurch. Die Volkslieder besitzen einen eigenen, besonderen Charakter. Das erste gesamtestnische Sängerfest geht auf das Jahr 1869 zurück. In Tartu begegneten sich damals fast eintausend Sänger und Musiker des Landes. Das heute alle fünf Jahre stattfindende Festival ist ein Höhepunkt innerhalb des Kulturlebens, das jedes Mal fast 30.000 Menschen anzieht. Komponisten wie beispielsweise Arvo Pärt, Veljo Tormis und Erkki-Sven Tüür gelangten durch ihr Schaffen zu internationalem Ansehen innerhalb der zeitgenössischen Musik und sensibilisierten die Aufmerksamkeit des ausländischen Publikums für die in ihrem Land stattfindenden Entwicklungen. Die durch Auftritte und Platteneinspielungen bekannten Dirigenten Neeme Järvi, Eri Klas und Tõnu Kaljuste stammen ebenfalls aus Estland. Helena Uleksin, Estnischlektorin am Nordischen Institut der Universität Greifswald, und Uwe Roßner stellen in ihren beiden Vorträgen „Die reichhaltige Musikwelt Estlands" die wichtigsten Entwicklungen der Musikgeschichte innerhalb des Landes von deren Anfängen bis in die Gegenwart vor. Das Publikum erlebt dabei die vielfältige Klangwelt des zum nordeuropäischen Kulturraum zugehörigen Landes an anschaulichen Musikbeispielen. |
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