

 Samstag 8.5. 20:00 Uhr Pommersches Landesmuseum Eintritt: 14 € (norm.) 8 € (erm.) Sounds & Poetry inkl. Forkert um 0:00 Uhr |
Cecilie Løveid schreibt Texte aller Gattungen, wobei sie gerade mit den Gattungsmerkmalen spielt, im Drama und in der Prosa lyrisch ist, in der Lyrik manchmal prosaisch erscheint. Oft sind optische und akustische Aspekte dann genauso wichtig wie semantische, und die gedruckte Seite, nicht nur die des Dramas, möchte als multimediale Performance realisiert werden. Einige Bücher von Cecilie Løveid enthalten deshalb Fotos von Fernseh- oder Bühnenrealisierungen, und eigentlich müßte jeweils noch eine CD beiliegen.
Für ihre Sounds & Poetry-Produktion „Spilt. Seilt. Sølt" bringt die Autorin neue lyrische Texte als Material in die gesanglichen Experimente des Trios vonDrei ein. Die drei norwegischen Wörter bedeuten vergeudet, abgereist, ausgeschüttet. Vielleicht haben sie damit etwas zu tun, daß Løveid als Künstlerin „die Dinge abbilden will, bevor sie in Stücke zerrissen werden". Außerdem bedeutet das erste der drei Wörter, wenn es alleine als Titel des Gedichtbuches von 2001 steht, auch: gespielt.
Das Vokaltrio vonDrei besteht aus akademisch geschulten und international agierenden Sängerinnen, von denen Solveig Slettahjell auch in Deutschland als Jazzsängerin hoch respektiert ist, während Ellen Aagaard und Astrid Kvalbein sich auf zeitgenössische Musik spezialisiert haben. Im Trio singen sie Kompositionen junger Komponisten, Eigenkompositionen, Arrangements und Improvisationen.
Ihr Projekt mit Cecilie Løveid hatte in Oslos Experimentiertheater Black Box Premiere und wurde in Stavanger auf einem Literaturfestival aufgeführt, bevor es jetzt als höchst anspruchsvolle Eröffnung des Sounds & Poetry- Abends des Nordischen Klangs in Greifswald wieder aktualisiert wird.
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