 Donnerstag 6.5. 20:00 Uhr sowie Dienstag 11.5.
20:00 Uhr Theater im Penguin Es gelten die Theaterpreise |
Als Hanno klein war, erzählte ihm sein Vater ein Märchen von einem Mann, der einen schweren Stein bergauf rollt. Immer, wenn er oben ist, rollt der Stein wieder herab. Und der Mann fängt wieder von vorn an, rollt den Stein wieder bergauf. Immer wieder. Bis an sein Lebensende. Aber das gab es eigentlich gar nicht, denn er war unsterblich.
Der Vater erzählte dieses Märchen seinem Sohn, nachdem die Mutter sie am Johannitag verlassen hatte.
Nun erzählt es der erwachsene Hanno anläßlich des Jahrestages seinem jüngeren Bruder Heldur. Beide sind vorbestraft, arbeitslos und meistens im Alkoholrausch. Mit ihnen in dieser Vorhölle des Lebens haust Marta, die Frau von Heldur. Sie will hier heraus, ein neues Leben beginnen. Sie will, daß Heldur sich endlich von seinem Bruder trennt. Aber selbst nachdem Heldur im Vollrausch seinen Bruder beinahe bei lebendigem Leibe verbrannt hätte und Hanno auf seinen Bruder geschossen hat, kommt es zu keiner Lösung. Das Johannifeuer hat keine befreiende Kraft.
Rünno Saaremäe zeigt, was sich hinter einer kleinen Zeitungsmeldung „Versuchter Brudermord" für Leben verbirgt.
Ist es eine Sisyphusarbeit, dieses Leben? Ja, aber es ist nicht sinnlos. Es ist genauso komisch und traurig, oberflächlich und tief, alltäglich und poetisch, voller Enttäuschungen und Träume wie jedes Leben.
 |
|


|