Gesprächsforum:
Urbanität in den Nordischen Ländern


Freitag 9.5.
9:00 Uhr
bis 15:00 Uhr
Koeppenhaus

Vänersborg möchte ”Klein Paris” sein. Kopenhagen nennt sich gerne das Paris des Nordens, Stockholm das Venedig des Nordens – ”Beauty on Water”.Von der antiken Agora und dem Forum her besteht der utopische Anspruch auf den öffentlichen Raum in der großen Stadt als Garant demokratischen, dynamischen gesellschaftlichen Lebens. Die späteren Millionenstädte haben anarchisch und neoliberal gewuchert, sind dann wieder von Stadtplanern rational gestaltet worden, haben zu literarischen und heute multimedialen Bildern Anlaß gegeben, es sind ständig sich wandelnde, unübersichtliche Zeichenstätten, die in unseren Köpfen wirken, schon bevor und noch während wir die Stadt persönlich erfahren. Die postmodernen ”inszenierten Städte” setzen uns der Manipulation aus und sind doch wieder Orte der Utopie, der unbegrenzten Möglichkeiten und multikulturellen Begegnungen. Man stößt auf neue Armut, und viele Stadtbewohner und Besu-cher fühlen sich vereinsamt, orientierungslos. Die Innenstädte sind entleert oder mehr oder weniger sporadisch Stätten spektakulärer EXPOS, alternativer Street Parades und politischer Demonstrationen.

Neuere Urbanitätsforschung z.B. in Kopenhagen und Stockholm-Södertörn-Berlin widmet sich dieser vielschichtigen Problematik von unterschiedlichen Disziplinen her. Experten speziell zur Urbanität in den Nordischen Ländern werden an diesem Gesprächsforum die Studierenden des Nordischen Instituts informieren und sich der Diskussion stellen: von philosophischer, literaturwissenschaftlicher, stadtplanerischer und museumspädagogischer Seite her sowie aus der Sicht eines Filmemachers und eines Schriftstellers.


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