Guava
Guava ist eine der neuesten Erscheinungen in der bunten finnischen Popwelt. In der Musik der vierköpfigen Band um den Sänger Jari Kuusisto vereinigen sich eingängige Melodien mit Indie-Gitarrenpop und originellen, aus dem Leben gegriffenen Texten. Für ihren Auftritt in Greifswald bringen sie als Verstärkung die Keyboarderin und Sängerin Marja Teittinen mit.
Guava startete 1996 in Greifswalds Partnerstadt Kotka, einer Hafenstadt am finnischen Meerbusen. Ihre ersten musikalischen Anfänge waren zunächst in englischer Sprache. Aber – was tut man nicht alles, um den Mädchen zu gefallen? – schon bald schwenkten sie auf finnische lyrics um. Guava gehört nicht zu den Bands, die bei Plattenfirmen Schlange stehen. In ihrem Fall war es sogar so, daß Poko Rekords/EMI, die unter anderem auch 69 Eyes im Programm haben, bei den sonnigen Kotkaern bettelte.
Im Februar 2002 erschien ihre Debutsingle ”Galaksi”, womit ihnen dann richtig der Durchbruch gelang. 2002 nahmen sie auch ihr erstes Album ”Aalto” auf und tourten kreuz und quer durch Finnland. Beim Nordischen Klang werden die Jungs sicher auch ihre neu erschienene Single ”Tao Tao” vorstellen.
Kalmah
1992 gründete sich die Band Ancestor in Oulu. Ancestor hatte sich voll und ganz dem Todesmetall der ersten Stunde nach norwegischem Vorbild verschrieben. Sieben Jahre später (1999), nach vollzogenem Wechsel des Line-ups, legte sich die Death-Kapelle einen neuen Namen zu: Kalmah!
Noch im selben Jahr nahmen Kalmah die Demo-CD Svieri Obraza zu Promozwecken auf. Das Demo enthielt drei brachiale Deathsongs, die beim finnischen Recordlabel Spikefarm starken Anklang fanden und der Band einen festen Plattenvertrag im Frühjahr des Jahres 2000 einbrachte. 2001 erschien dann endlich Kalmah's Debüt Swamplord. Auf Swamplord verbindet die Band virtuos mehrere Metalspielweisen miteinander und erntete ersten Ruhm, wurde mit ihren brillanten Landsleuten Children of Bodom verglichen. 2002 erschien das Nachfolgealbum They Will Return, mit dem Line-up, das auch hier beim Nordischen Klang zu bewundern sein wird: Pekka Kokko (voc., guit.), Antti Kokko (guit.), Pasi Hiltula (keys), Timo Lehtinen (bass) und Janne Kusmin (drums). Einige der Musiker dürften vielleicht schon von zwei anderen Bands bekannt sein. Antti und Pasi von Eternal Tears of Sorrow, und Timo und Janne von der etwas härteren Fraktion Catamenia. They Will Return ist eine knallende Mischung aus melodischem Schwedenstahl der Göteborger Schule, die an Bands wie In Flames und Dark Tranquility erinnern, trashigen Blackmetal Vocals, die gut zur Geltung kommen, schönen Keyboardlinien und klassischen Metalriffs, so wie wir sie aus True- und Powermetal kennen, wobei die Keyboards und die Gitarren hier nicht konkurrieren, sondern gut zusammenarbeiten. Kalmah bieten kein gequirltes Gothic-Gewimmer, sondern bodenständigen Deathmetal, der sofort in die Nackenmuskulatur geht, mit dem kleinen Schuß wunderschöner Melancholie, die wir an den aus Finnland stammenden Metalbands so schätzen.