Sprachkultur und Identität: Internationales Symposium über die einheimischen Sprachminderheiten Skandinaviens
Freitag 10.5.
9:00 Uhr
und Samstag 11.5.
9:00 Uhr
Nordisches Institut

In Nordeuropa und im Baltikum findet man bei relativ geringen Bevölkerungszahlen erstaunlich viele Standardsprachen. Dieses bunte Bild wird noch verstärkt, wenn man den Blick auf die einheimischen Minderheitensprachen lenkt. Insbesondere stellt man fest, daß die Minderheiten in der Regel zwei- oder mehrsprachig sind und daß es deshalb oft zu gegenseitigem Spracheinfluß oder gar zu Sprachmischung kommt.
Diese Situation wirft viele Fragen auf wie: Wie stark beeinflußt die Mehrsprachigkeit das (sprach-)kulturelle Selbstverständnis und Selbstbewußtsein der Minderheiten? Werden daran politische Forderungen nach regionaler Autonomie geknüpft, und wie verhält sich die Regelung des Europarats für Regional- und Minderheitensprachen hierzu? Wie gestaltet sich die alltägliche Kommunikation dort, wo die Sprachminderheiten auf die Standardsprachen treffen? Ist die Beeinflussung grundsätzlich von der Mehrheiten- auf die Minderheitensprache gerichtet, oder kann sie auch den umgekehrten Weg gehen?

Das Symposium Sprachkultur und Identität nimmt diese und ähnliche Fragen ins Visier. Konkret geht es vor allem um folgende Sprachkontaktsituationen: das Samische in Nordskandinavien, das Schwedische als Minderheitensprache in Finnland und das Finnische in Schweden, das Deutsche in Süddänemark und das Dänische in Norddeutschland, das Dänische auf den Färöern und in Grönland, das Russische im Baltikum, das Romani als Sprachminderheit in mehreren Staaten.

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