| "Pop und Rock auf Island" Vortrag von Claudia Koestler |
|||
![]() 12:00 Uhr Nordisches Institut |
Quicklebendig und phantasievoll ist die Musikszene Islands- nicht erst seit Björk. Der Vortrag zeigt die Entwicklung von den Tanzbands der 50er Jahre über eine Phase der Angst vor Identitätsverlust durch den amerikanischen Kulturimperialismus, die Adaption der Beatlemania bis zu dem vitalisierenden Einfluß, den die linke Szene in Reykjavík ausübte, indem sie mit Traditionen experimentierten und so ihren eigenen Stil kreierten. Während in der amerikanischen Musik von den Prinzipien des Rock - Spaß, Ekstase und Sex - nichts mehr zu merken war, jonglierten isländische Musiker mit verschiedensten musikalischen Einflüssen, blieben textlich aber in ihrer Heimat verwurzelt. Ein Spiel mit Naivität, Ambition, Unbekümmertheit und hoher Professionalität, das den Weg bereitete für die radikalere und kreativere Musik der frühen 80er Jahre. Heute spiegelt Islands Musik die Vielfalt einer selbstbewußten und kulturell sehr kreativen Bevölkerung wider und gewinnt international immer mehr an Beachtung. Claudia J. Koestler arbeitet neben ihrem Studium als freie Journalistin und Autorin. In den letzten Jahren hat sie sich eingehend mit der Kunst- und Kulturszene Islands auseinandergesetzt, als deren Kennerin sie gilt. |
||
| zur Veranstaltungsübersicht
|