Newcomers Jazz Nachmittag
Them Quintet
Andreas Huss Quartet
Jazz på svenska
Sonntag 5.5.
14:00 Uhr
Sozio-kulturelles Zentrum
St.Spiritus




Nach dem gelungenen Newcomers Nachmittag des letzten Jahres - wenn es um klassische Musik ginge, würde man von "junger Elite" sprechen -, lanciert der Nordische Klang dieses Jahr gleich drei Bands mit jungen vielversprechenden Musikern. Zwei Gruppen kommen wieder, wie Zajatja Jatsi im letzten Jahr, von der Folkhögskola Skurup in Südschweden, wo einige der besten Jazzmusiker Schwedens unterrichten.

Das Them Quintet besteht aus den beiden Geschwisterpaaren Oscar und Adam Lindblom (tr und b) sowie Sara und Lars Skogholm (p und dr), komplettiert mit Mattias Svensson (as), so dass es die klassische Hardbop Besetzung aufweist. Das Them Quintet wurde als komplette Band an der Jazzschule angenommen. Ihr anfängliches Repertoire mit Titeln von Miles Davis, Wayne Shorter ist heute ersetzt durch Eigenkompositionen.

Ebenfalls von Skurup nach Greifswald kommt das Andreas Huss Quartet, bestehend aus dem Bandleader am Tenorsax und Jonas Nilsson (g), Tobias Sondén (b) und Anders Lundqvist (dr). Auch diese jungen Musiker improvisieren nicht nur zusammen sondern komponieren ihre Musik gemeinsam. Interessant ist es zu sehen/zu hören, daß diese Gruppe einen ganz anderen, mehr lyrischen Stil und Sound hat als das Them Quintet, obwohl sie gemeinsam die Schulbank drücken, wenn sie nicht gerade einen ihrer vielen Gigs machen und auf den Club-Bühnen Südschwedens inklusive Greifswalds stehen.


Einfache schöne Klänge in leicht wehmütigen Melodien sind Eigenschaften der schwedischen Populär- und Volksmusik, die man überall im Norden zu schätzen weiß, und die im Jazz z.B. durch die Sängerin Monica Zetterlund oder den Saxophonisten Lars Gullin international bekannt gemacht wurden. In Dänemark hat sich sogar eine junge Band gebildet, die genau diesen Qualitäten in ihrer Musik nachspürt. Elisabeth Sørensen (voc), Thilde Friis (sax), Signe Brinkø (p), Mikkel Hartmann-Petersen (b) und Andreas Møhl (dr) haben sich an der Rhythmischen Hochschule in Vig kennengelernt. Sie sind alle waschechte Dänen, aber nennen ihre Band "Jazz på svenska" - Jazz auf Schwedisch. Mit klarem Timbre singt Elisabeth Sørensen natürlich ausschließlich in der Sprache des Nachbarlandes, und es gelingt ihr dabei, den Wortklang verblüffend perfekt zu imitieren. Im Repertoire hat Jazz på svenska Songs, die sich auf den melodischen Wohlklang konzentrieren, darunter Volksmusikbearbeitungen, Stücke von Frans Bak (eines weiteren dänischen Schweden-Aficionado) sowie Lieder des schwedischen Jazzpop-Stars Bo Kasper. Musik mit großen klaren Linien, in der der einzelne Ton seinen Eigenwert behält.


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