Gesprächsforum: Minoritäten, Kunst und Politik in den Nordischen Ländern


Donnerstag 9.5.
10:00 Uhr
Nordisches Institut

Aus europäischer Sicht, wird Skandinavien oft als eine homogene, politisch und ethnisch einheitliche Region aufgefasst. Erst bei ein näherer Betrachtung erkennt man die Vielfalt, die sich im Verlauf der Geschichte hier entwickelt hat. Es gibt aber neben den zahlreichen neuzeitlichen Einwanderern die frühen, ursprünglichen Minoritäten. Viele Wissenschaftler sehen mittlerweile in den Samen eine Gruppe, der der Respekt einer Urbevölkerung gebührt.

Der diesjährige Nordische Klang richtet sein Augenmerk in einem Gesprächsforum auf die Vertreter solcher frühen Bevölkerungsgruppen. Es gibt die finnisch sprechenden Gemeinschaften aus der Zeit, als Schweden und Finnland noch ein gemeinsames Land waren. Gleichzeitig kommt das Schwedische, mit seiner eigenen starken Kultur, als ursprüngliche Muttersprache in Finnland vor. Seit dem 16. Jahrhundert leben in Schweden die Roma. Da die Sprache als ein kulturtragendes Element gilt, sind sowohl das Samische, das Finnische als auch die Sprache der Roma offiziell anerkannt.

Politische Arbeit wird geleistet, um im ganzen Norden Entwicklungsmöglichkeiten für Minoritätskulturen zu schaffen. Wissen und Einsicht führen zu Respekt und festigen die Selbstachtung innerhalb der Gruppe, gehen doch zunehmend Impulse von diesen Minoritäten aus, die viel moderne Musik und Kunst prägen.

Am Symposium nehmen teil: der Grönländer/Däne Ole Korneliussen, Schriftsteller und Künstler; die Finnlandschwedin Monika Fagerholm, Schriftstellerin; der Roma Hans Caldaras, Musiker; Ola Stinnerbom und Jeanette Langert, beide künstlerische Leiter der Tanztheatertruppe Kompani Nomad, Choreographen, Tänzer und Schauspieler, sie Schwedin, er Same; Harald Gaski, Universität Tromsų, Spezialist für samische Literatur und Kultur; Annukka Hirvasvuopio von der samischen Weltmusikband Vilddas (Finnland). Diese Personen erleben wir auch aktiv im Kulturprogramm, auf der Bühne, bei Konzerten, Tanzdarbietungen, in Lesungen und Filmen (siehe Programm).


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