Film "Lesbisch in Kautokeino"


Donnerstag 2.5.
21:00 Uhr
sowie Donnerstag 9.5.
17:00 Uhr
Sozio-kulturelles Zentrum
St. Spiritus

Der Dokumentarfilm "Lesbisch in Kautokeino" erzählt die Geschichte einer jungen Samin. Vor fast drei Jahren wurde Marit Buljo (29) aus ihrem nordnorwegischen Heimatort Kautokeino regelrecht vertrieben, weil sie lesbisch ist. Nachdem sie sich geoutet hatte, damit sie mit ihrer Freundin zusammenleben konnte, wurde sie nur noch gemobbt und hielt es schließlich nicht mehr aus. Zusammen mit ihrer Freundin zog sie in den Süden Norwegens. Marit und ihre Freundin möchten gerne wieder in ihre Heimat zurück, doch das ist alles andere als einfach.

"Ich hoffe, daß dieser Film dazu beiträgt, lesbischen und schwulen Samen das Leben leichter zu machen. Meine Hoffnung ist auch, daß die Menschen sich trauen, offen darüber zu reden. Bis jetzt ist das ein Tabu gewesen - zumindest in Kautokeino.", sagt Marit Buljo. Erst durch den Film trafen sich Marit und ihre Mutter wieder. Das Projekt war für die engsten Verwandten und insbesondere für die Mutter eine große Belastung. Aber das Verhältnis zwischen Mutter und Tochter hat sich gebessert. Marit ist erleichtert: "Jetzt fühle ich mich wieder wie ein vollwertiger Mensch."

Für den Regisseur Nils John Porsanger ist dies der wichtigste Film, den er bis jetzt gedreht hat. Ohne Marit und ihre Mutter wäre das Projekt aber nicht zu verwirklichen gewesen, meint er. "Lesbisch in Kautokeino" gewann beim 13. Nordischen Filmfestival in Kautokeino im April 2001 den Preis für den besten Dokumentarfilm.


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