Film: "Sieben Lieder aus der Tundra" FIN/RUS
Montag 7.5.
21.00 Uhr

Filmklub Casablanca Theater Greifswald

Der erste Spielfilm mit Laienschauspielern über das Leben der Nenet, einem Tundravolk im asiatischen Nordrussland, der in der Sprache der Nomaden gedreht wurde. Anderthalb Jahre haben finnische und russische Filmkünstler an dem im Jahr 2000 fertiggestellten Film gearbeitet, zum Teil unter extremen Bedingungen: in riesigen Mückenschwärmen, bei eisiger Kälte bis zu minus 56 Grad. Die Nenets leben noch heute fast wie vor hunderten von Jahren. Hauptnahrung sind Rentierfleisch, Fisch und Beeren. Das erste und siebte Lied des Filmes sind dokumentarisch, die übrigen inszeniert. Die Nenets, die kein Theater, kein professionelles Schauspiel kennen, übernahmen alle 70 Rollen. Die Begeisterung war so groß, dass sich 450 Kandidaten gemeldet hatten.

Regisseurin Anastasia Lapsui, Jahrgang 1944, wurde auf der Halbinsel Yamal in Russland geboren. Von 1966 bis 1997 arbeitete sie als Journalistin. Ihr erstes Drehbuch schrieb sie 1990. Seit 1993 dreht sie gemeinsam mit Markku Lehmuskallio.Regisseur Markku Lehmuskallio, Jahrgang 1938, arbeitet von 1963 bis 1969 als Förster. Durch ein Feuer verlor er alles, änderte sein Leben und begann Filme zu machen. Er drehte unter anderem Naturfilme für das finnische Fernsehen.

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