Minna Weurlander
 
Italienische Barocksonaten, Tango und Milonga aus Argentinien und Uruguay, finnische Zigeunermusik, Balkanklänge, russische Folklore und sowjetische Konzertkomposition... Um diese musikalische Vielfalt meisterhaft und charismatisch interpretiert zu erleben, müßte man eigentlich von Nord nach Süd, von Ost nach West um den Globus reisen und mindestens eine handvoll Spezialistenensembles und Virtuosen aufsuchen. Oder man besucht ganz einfach ein Konzert von Minna Weurlander. Wenn die in Süd- schweden lebende Finnin aufspielt, wird ihr Akkordeon zum Orchester, ihre Finger werden Weltmusiker.

In ihrer Ausbildung an der Sibelius Akademie in Helsinki und an der Musikhochschule in Malmö erlangte sie große Könnerschaft auf ihrem Instrument und hat dabei das Repertoire so breit wie möglich angelegt. Als Solistin, aber auch in Ensembles wie Tango Fatale und Orquesta De Tango De San Telmo, erwies sie sich als Expertin im argentinischen Tango, speziell in seiner experimentierend-konzertanten Variante, dem Tango Nuevo. Von dessen bedeutendem Schöpfer Astor Piazolla (1921-1992) wird Minna Weurlander auch in Greifswald Kompositionen interpretieren. Nicht weniger wird es russisch klingen: Neben Folklorestücken stehen kunstmusikalische Werke auf dem Programm. Zum Beispiel von Vladislav Zolotarjov (1942-1975), dank dessen Kompositionen sich das Akkordeon mit Melodiebaß-Einrichtung als vollwertiges Instrument in der Kammermusik durchgesetzt hat.

 

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Zuletzt geändert am 3. März 2000
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Mittwoch 10.5.
20.00 Uhr
St. Spiritus