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Pat & Patachon-Stummfilm |
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Wer in den 20er Jahren in Deutschland ins Kino ging, bekam oft
einheimische Stummfilme zu sehen, die ganz nach der Mode mit
mystischen und symbolischen Elementen überfrachtet waren.
Wenn man sich nach Filmen wie „Die Niebelungen", „Die freudlose Gasse"
oder „Nosferato - eine Symphonie des Grauens" entspannen wollte, bot
ein Streifen mit Pat und Patachon willkommene Abwechselung.
Karl Schenstrøm (der Lange) und Harald Madsen (der Kurze) aus
Dänemark sind das erste weltweit erfolgreiche Komikerpaar der
Filmgeschichte und waren damit Vorbild für Laurel and Hardy bis hin zur Olsenbande.
Auf dänisch heißen sie „Fy og Bi", das ist die Abkürzung für Leuchtturm und Beiwagen.
Regisseur Lau Lauritzen erfand das Erfolgsrezept: Die Geschichten spielen meist
in einer Provinzidylle, in die es die beiden als Vagabunden verschlägt.
Bald sind sie von hübschen Mädchen umzingelt, werden in eine Liebesintrige
verwickelt und lösen mit ihrem schnurrigen Klamauk und ihren Slapsticks
kleine bis mittlere Katastrophen aus. Das ist in „Vester Vov Vov"
(dt.: Pat und Patachon am Nordseestrand) nicht anders. Die beiden
Landratten versuchen sich an der rauhen dänischen Westküste als Fischer,
was nicht so recht glücken will. In einer besonders komischen Szene geraten
die genierten Petrijünger in den Dorfkrug zum Tanz und bringen den Fischermädchen
den Charleston bei.
„Vester Vov Vov" ist eine der berühmtesten Farcen von Fy og Bi.
In Kopenhagen heißt heute sogar ein Programmkino danach. Zum Nordischen
Klang wird in Zusammenarbeit mit dem Filmclub Casablanca ein Traum für alle wahr,
die den trotz seines legendären Rufes kaum gezeigten Streifen einmal erleben möchten.
Um den Genuß perfekt zu machen, begleitet Thomas Putensen am Klavier die Filmbilder.
Der nicht zuletzt durch seine Soiree-Session-Band und die Panzerkreuzer-Putensen-Band
bestens bekannte Musiker und Komponist, wird in spontaner Improvisation die
drastischen Nordseeabenteuer musikalisch kommentieren.
Zuletzt geändert am 3. März 2000
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Dienstag 9.5. 17.30 Uhr und 21.00 Uhr Filmclub Casablanca im Theater Greifswald |