Malk De Koijn
 
Zum Beruf aller Rapper gehört es, sich als die jeweils besten auszugeben, doch die dänische Band Malk De Koijn könnte durchaus Recht haben. Beim letzten Roskilde Festival spielten sie vor 12.000 Leuten. Soviele passen zwar nicht ins Penguin rein, aber die phantastische Stimmung wird die gleiche sein, wenn die Hiphopper 'round about midnight ihre Version von Sounds & Poetry vorstellen. Ein bißchen riskant ist das Vorhaben schon: ihre Gedser-Fähre trifft erst dann in Rostock ein, wenn A.R.S. schon auf der Bühne steht. Andererseits: wann hat man schon die Gelegenheit Musiker nach Greifswald zu holen, die unter anderem für Ice Cube, Coolio, Rakim und Eazy E produziert haben? Die '99 für 3 dänische Grammys nominiert wurden: beste Rap-Platte, beste Newcomer, beste Band überhaupt? Eine Band, die die führenden Zeitungen und Magazine einstimmig als die wesentlichen Rock-Innovatoren der 90er preisen? Tue Track, Geolo Geo und Blæs Boogie stammen alle drei aus öden Provinzdörfern, wo die Langeweile sie zwang, kreativen Mißbrauch mit der dänischen Sprache zu treiben und merkwürdige Musik zu basteln. Ihr Debut-Album „Smashhit in Aberdeen" ist ein fetter Burger als CD. Die sprachspielerischen Texte kreisen um die fiktive Welt des Küstenortes Langestrand, und der Sound ist reinstes Hiphop-Schlaraffenland. Kein Grund zur Bescheidenheit!

 

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Zuletzt geändert am 3. März 2000
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Sonnabend 6.5.
21.00 Uhr
Theater im Penguin